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Johanniter üben für den Ernstfall: Großübung in Niederösterreich

Mehr als 50 ehrenamtliche Johanniter:innen trainieren zwei Tage lang gemeinsam mit Rettungshundeteams auf einem Übungsgelände des Österreichischen Bundesheeres.

Niederösterreich,

Am vergangenen Wochenende, von 19. bis 20. September, wurden auf dem Übungsgelände des Österreichischen Bundesheeres mehrere realitätsnahe Einsatzszenarien geprobt – darunter beschädigte oder eingestürzte Gebäude, unwegsames Gelände, vermisste Personen und eine größere Zahl an Patient:innen. Organisiert wurde die Übung vom Katastrophenhilfsdienst der Johanniter und getragen von ehrenamtlichem Engagement.

Im Mittelpunkt standen die sanitätsdienstliche Versorgung in einer großflächigen Schadenslage, das Zusammenspiel unterschiedlicher Einsatzkomponenten sowie die Koordination mit den Rettungshundeteams, die parallel nach vermissten oder verschütteten Personen suchten. Ein wesentlicher Bestandteil war zudem der Aufbau und Betrieb einer Mobilen Sanitätseinheit (MobSan), die im Ernstfall rasch in eine betroffene Region verlegt werden kann. Als besondere Gäste waren zudem zwei Teilnehmer aus Malta dabei, die internationale Erfahrung aus dem Bevölkerungsschutz einbrachten.

„Gerade bei großflächigen Unwettern, Gebäudeeinstürzen oder anderen Katastrophen müssen medizinische Versorgung, Rettungshunde, Logistik und Führung eng ineinandergreifen. Übungen wie diese sind deshalb weit mehr als eine Pflichtübung: Sie schaffen genau jene Handgriffe und Routinen, auf die es ankommt, wenn im Ernstfall jede Minute zählt“, betont Clemens Gibel Leiter des Katastrophenhilfsdienstes der Johanniter die Bedeutung regelmäßiger Übungen.

Vollständig autark im Einsatz

Die eingesetzten Kräfte wurden während der gesamten Übung von der Logistikgruppe des Katastrophenhilfsdienstes versorgt – mit Verpflegung, Getränken, Materialnachschub und organisatorischer Unterstützung. Damit wurde gezielt ein Szenario trainiert, in dem die Einheiten über längere Zeit unabhängig von örtlicher Infrastruktur arbeiten mussten. Neben medizinischem Fachwissen waren dabei vor allem Kommunikation, Führungsarbeit und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Einheiten gefragt.

„Eine Katastrophenlage kann uns jederzeit vor völlig neue Herausforderungen stellen“, so Clemens Gibel weiter. „Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Abläufe regelmäßig und unter realistischen Bedingungen trainieren. Beeindruckend ist dabei die hervorragende Zusammenarbeit aller Teilnehmer:innen, die ihre Freizeit investieren, um gemeinsam für den Ernstfall zu üben. Das ist alles andere als selbstverständlich und verdient großen Respekt.“

Gerade bei großflächigen Unwettern, Gebäudeeinstürzen oder anderen Katastrophen müssen medizinische Versorgung, Rettungshunde, Logistik und Führung eng ineinandergreifen. Übungen wie diese sind deshalb weit mehr als eine Pflichtübung: Sie schaffen genau jene Handgriffe und Routinen, auf die es ankommt, wenn im Ernstfall jede Minute zählt.


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