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Großschadensübung mit der MedUni Wien: Praxis pur für angehende Notärzt:innen

Gemeinsam mit Notärzt:innen in Ausbildung, Erasmus-Gästen aus Deutschland und dem eigenen Sanitätspersonal wurden realitätsnahe Großschadensszenarien in Laa an der Thaya trainiert.

Im Rahmen des Notarzt Kurses 2026 der MedUni Wien fand am 30. Mai eine umfangreiche Großschadensübung in Laa an der Thaya statt – und das mit einem besonderen Programm: Fünf Notarzteinsatzfahrzeuge (NEFs), besetzt mit Notärzt:innen in Ausbildung, absolvierten über den gesamten Tag verteilt insgesamt vier anspruchsvolle Einsatzszenarien. Es war gleichzeitig der letzte Tag des MUW Notarzt Kurses 2026 und damit ein würdiger Abschluss mit echtem Praxisbezug.

Die Szenarien: Von der Schlägerei bis zur Gartenparty

Geübt wurden zwei unterschiedliche Großschadenslagen, die jeweils zweimal durchgeführt wurden:

Szenario 1 – Schlägerei bei einer Sportveranstaltung: Eine eskalierte Auseinandersetzung mit zahlreichen Verletzten forderte schnelles und koordiniertes Handeln.

Szenario 2 – Massenanfall an Verletzten bei einer Gartenparty: Auch hier galt es, eine unübersichtliche Lage zu strukturieren und die medizinische Versorgung rasch zu koordinieren.

Pro Szenario waren 35 Patient:innen zu versorgen – dargestellt durch Laiendarsteller:innen, die realitätsnahe Verletzungsbilder verkörperten. Insgesamt wurden damit im Laufe des Tages 140 simulierte Patient:innen betreut.

Parallel: Probeprüfung mit Unterstützung durch Johanniter-Sanitäterinnen

Zeitgleich zur Feldübung absolvierte die andere Hälfte des MUW Notarzt Kurses ihre Probeprüfung. An den praktischen Prüfungsstationen unterstützten dabei Sanitäterinnen der Johanniter – ein weiterer Beweis für die reibungslose und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den beiden Institutionen.

Erasmus+ zu Gast: Sechs deutsche NotSan-Azubis bei den Johannitern

Ein besonderes Highlight war die Teilnahme von sechs deutschen Notfallsanitäter:innen in Ausbildung (NotSan-Azubis), die im Rahmen des Erasmus+-Programms zu Gast bei den Johannitern waren. Das internationale Austauschprojekt findet mittlerweile jährlich statt und hat sich zu einer festen Größe im europäischen Ausbildungskalender entwickelt.

Übungen wie diese sind unverzichtbar. Sie zeigen, was wirklich zählt: dass Notärzt:innen und Sanitäter:innen als eingespieltes Team funktionieren, wenn es darauf ankommt. Gemeinsam trainieren heißt gemeinsam für den Ernstfall vorbereitet sein. Die Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Wien ist dabei ein echter Gewinn – für die Ausbildungsqualität, für unsere Teams und letztlich für die Patient:innen."
Clemens Gibel, Leitung Katastrophenhilfsdienst Johanniter Österreich

Kursleiterin Dr. Stefanie Tichy und der Blick nach vorn

Geleitet wurde der MUW Notarzt Kurs 2026 von Dr. Stefanie Tichy, unter deren Führung die Ausbildung erneut auf höchstem Niveau stattfand:

Die enge Verzahnung von theoretischem Wissen und praktischer Anwendung prägte den gesamten Kurs – die Großschadensübung am letzten Tag bildete dabei den krönenden Abschluss. Herzlichen Dank an die Johanniter für die perfekte Vorbereitung. Bereits jetzt steht fest: Im nächsten Jahr findet der MUW Notarzt Kurs erneut statt.“


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