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Lebensalltag Pflege: Rund 1,4 Millionen Österreicher sind betroffen!

Österreich, 24. August 2018

Eine aktuelle Studie im Auftrag des BMASGK zeichnet ein detailreiches Bild über den Lebensalltag pflegender Angehöriger. In einem Workshop zur Studie brachten die Johanniter ihre Expertise zum Thema Pflege ein und verwiesen besonders auf die jüngste Angehörigengruppe der Young Carers. 

Die Erkrankung eines Angehörigen ist an sich schon ein belastendes und sehr emotionales Erlebnis für alle Beteiligten. Ein Teil des familiären Pflegesystems fällt aus und das Leben ändert sich schlagartig von heute auf morgen.

 

Familienmitglieder stehen plötzlich vor einer Vielzahl offener Fragen rund um das Thema Pflege und Betreuung. Fragen, die der Pflegenotdienst der Johanniter Wien fast täglich beantwortet. Wie wichtig eine Ersatzpflege und ein Pflegenotruf rund um die Uhr sind, beweisen mehr als 2000 Einsätze pro Jahr.

 

Junge Menschen, Erwachsene und alte Menschen, die pflegebedürftig werden, sind auf Hilfe angewiesen. Wenn es Angehörige gibt, ist dies ein großer Wert, den es zu schätzen gilt“,  so Anneliese Gottwald,  Pflegedienstleiterin der Johanniter.

 

Angehörige müssen als wichtiger Teil des Pflege- und Betreuungsmanagements betrachtet werden. Familienstrukturen werden oft komplett neu strukturiert. Alle Familienmitglieder, Alt und Jung, werden in die Alltagsplanung sowie in die Organisation der Pflegesituation aktiv miteinbezogen.

 

Vorsicht ist allerdings dann geboten, wenn Kinder und Jugendliche in die Pflege eingebunden werden. Hier versuchen wir mit superhands darauf aufmerksam zu machen, dass man Kinder und Jugendliche nicht zu sehr belasten sollte“, appeliert Gottwald, die Initiatorin des Hilfsangebots für jugen Pflegende, an die Familien auch externe Hilfe in Anspruch zu nehmen.   

Studie im Auftrag des Sozialministeriums

 

Einen detailreichen Einblick in die Situation pflegender Angehöriger liefert eine aktuelle Studie, die vom BMASGK beauftragt und vom Institut für Pflegewissenschaft in Kooperation mit dem Institut für Soziologie der Universität Wien durchgeführt wurde.

 

Es sind vor allem Themen rund um den Lebensalltag der Betroffenen, sowie die Valorisierung des Pflegegeldes und die Förderung einer Angebotsvielfalt (Pflegenotrufnummern, Nachtdienste, stundenweise Pflege und Betreuung, Pflegeberatung uvm.) die in der Studie beleuchtet werden.

 

Die Studie ist ab 16. August 2018 im Broschürenservice des  Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz oder als Download abrufbar.

Ansprechpartner und Links