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Coronavirus: Rezepte ohne Arztbesuch?

Österreich, 09. April 2020

In Zeiten der Coronapandemie sind auch Ordinationen nur eingeschränkt offen, chronisch kranke Menschen sollten zudem möglichst zu Hause bleiben. Mit Hilfe der E-Medikation erhalten Patienten ihre Medikamente auch ohne Arztbesuch. So geht´s …

Um Kontakte in den Arztordinationen möglichst gering zu halten und chronisch kranke Menschen möglichst wenig zu gefährden, können Medikamente auch ohne Arztbesuch bestellt werden.

 

Rezepte per E-Medikation anfordern

 

Wer regelmäßig Medikamente einnimmt und jetzt ein neues Rezept benötigt, kann dieses telefonisch oder elektronisch bei seinem Arzt anfordern. Dank der E-Medikation benötigt der betreuende Arzt dafür nur den Namen und die Versicherungsnummer. Der Arzt stellt das Rezept aus und speichert es in der E-Medikation, wo die Information für die Apotheke abrufbar ist. Die gewünschten Medikamente können dann einfach in der Apotheke abgeholt werden. Man kann die Medikamente unter Angabe des Namen und der Sozialversicherungsnummer oder des Sozialversicherungsträgers auch von einem Angehörigen oder einer Betreuungsperson abholen lassen. In der Apotheke ist wie üblich die Rezeptgebühr zu bezahlen.

 

Rezept per Fax und E-Mail

Rezepte können zudem auch per Fax oder E-Mail vom Arzt direkt an die Apotheken übermittelt werden. Dies ist für Patientinnen und Patienten üblich, die sich seit der Einführung der E-Medikation aus dem Gesundheitsakt (ELGA) über die Opt-Out-Funktion gelöscht haben. Auch in diesem Fall ändert sich nichts an der Vorgehensweise! Der Arzt erledigt alles Nötige im Hintergrund und übermittelt die Rezepte an die Apotheken.

 

Die E-Medikation ist hauptsächlich für Personen gedacht, die bereits eine Dauermedikation beanspruchen. Wer neue Medikamente benötigt, muss mit seinem praktischen Arzt abklären, ob vorab ein persönlicher Termin in der Praxis notwendig ist.

 

E-Medikation seit 2019 flächendeckend

Die E-Medikation wurde in Österreich ab 2019 flächendeckend eingeführt und steht allen Ärztinnen und Ärzten sowie den Apotheken zur Verfügung. Damit sollen unerwünschte Wechselwirkungen minimiert werden. Die Ärzte sehen auf einen Blick, welche Medikamente bereits von anderen Ärzten verschrieben wurden. Damit reduziert sich auch das Risiko für die Patientinnen und Patienten. Denn viele nehmen nicht nur ein Medikament ein, sondern gleich mehrere.

 

Weitere Erleichterungen

Für die Zeit der Corona-Maßnahmen hat die Krankenkasse auch die Bewilligungspflicht (Chefarztpflicht) für viele Medikamente und Krankentransporte ausgesetzt. Auch Heilbehelfe und Hilfsmittel bis zu 1 .500 Euro sowie Röntgen- und MR-Untersuchungen sind aktuell bewilligungsfrei. Ebenso kann die Krankmeldung beim Arzt telefonisch erfolgen.

 

Ansprechpartner und Links