Erdbeben Venezuela – Hilfe vor Ort
Das ehrenamtliche Emergency Medical Team der Johanniter war vom 30. Juni bis 12. Juli vor Ort – mit dabei 14 Tonnen Medikamente und Einsatzmaterial. Das Team bestand aus Ärztinnen und Ärzten, medizinischem Fachpersonal sowie Expertinnen und Experten für Logistik und psychosoziale Nachsorge.
Mobile Klinik aufgebaut
In den zwei Wochen behandelte das mobile medizinische Team täglich über 70 Patientinnen und Patienten. „Die Behandlungen reichten von Erkältungserkrankungen über psychosomatische Probleme bis hin zu Brüchen und noch nicht versorgten Wunden, die sich die Patienten durch das Erdbeben zugezogen haben“, berichtet Onno Tjarks, einer der Ärzte im medizinischen Team.
Mit der Rückkehr des Teams am vergangenen Sonntag übernahm ein anderes medizinisches Team den Standort in Naiguatá. Einen großen Teil ihrer Ausrüstung – unter anderem Zelte, Medikamente und ein Wasseraufbereitungssystem – übergaben die Johanniter an lokale Partner wie den venezolanischen Malteserorden und AVESA.
Nothilfe für Frauen und Kinder
Besonders gefährdet sind Frauen und Kinder, die teils ohne ihre Familien in überfüllten Notunterkünften ausharren. Gemeinsam mit dem venezolanischen Partner AVESA verteilt die Johanniter-Auslandshilfe dort Hygienesets und Bedarfsmittel speziell für Frauen und Kinder. Darüber hinaus wird psychologische Erste Hilfe, psychosoziale Unterstützung sowie Beratung zu geschlechtsspezifischer Gewalt angeboten. „Viele haben Familienangehörige, ihre Heimat und alles was sie besaßen verloren. Neben der Grundversorgung mit Wasser, Nahrung und Medikamenten sind sie auch auf psychologische Hilfe angewiesen“, erklärt Edelweis Allué, Johanniter-Nothilfekoordinatorin in Venezuela. Parallel prüfen die Johanniter weitere Hilfsmaßnahmen im Wasser- und Ernährungsbereich.
