Co-Creation im Forschungsprojekt GAIN
Praxiswissen als Grundlage für neue VR-Trainings
Wie können Rettungskräfte besser auf Diskriminierung und Grenzüberschreitungen im Einsatz vorbereitet werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Forschungsprojekt GAIN, in dem gemeinsam mit Partner:innen aus Forschung und Industrie ein innovatives Virtual-Reality-basiertes Anti-Diskriminierungs- und Empowerment-Training für Sanitäter:innen und andere Rettungskräfte entwickelt wird.
Ein zentraler Baustein ist dabei die aktive Einbindung von Praktiker:innen aus dem Rettungsdienst. Nur durch die enge Zusammenarbeit von Praxis, Forschung und Design entstehen Trainings, die nachhaltig wirksam sind – für mehr Handlungssicherheit, mentale Gesundheit und Professionalität im Einsatz.
Einsatzexpertise trifft Forschung und Technologie
Vertreter:innen der Johanniter nahmen daher gemeinsam mit anderen Wiener Rettungsorganisationen an einem Co-Creation-Workshop der Partner AIT - Austrian Institute of Technology, Center for Technology Experience und usecon teil.
In einem geschützten Rahmen arbeiteten die Teilnehmer:innen mit kreativen Methoden, um reale Diskriminierungssituationen aus dem Einsatzalltag sichtbar zu machen – sowohl auf der situativen als auch auf der emotionalen Ebene. Durch diese individuellen Modelle konnten Erfahrungen aus dem Alltag, die schwer zu benennen sind, greifbarer gemacht werden. Diese dienen nun gemeinsam mit Ergebnissen aus weiteren Studien des Projektes als Grundlage für die späteren VR Szenarien der Trainings. Dieser Ansatz stellt sicher, dass die Trainings nicht nur technologisch innovativ sind, sondern den realen Einsatzalltag unterstützen und von den Nutzer:innen akzeptiert werden.
Tester:innen gesucht -jetzt anmelden!
Der Workshop ist Teil eines iterativen Entwicklungsprozesses, in dem aus den entstandenen Szenarien und Storyboards ein VR Training-Prototyp entwickelt wird. Im Sommer/Herbst 2026 werden die Prototypen mit Nutzer:innen getestet – wer sich vormerken lassen will, kann sich bei Ilona Grabmaier oder Sarah Kainz melden.
Zusätzliche Informationen findet ihr auf der GAIN Projektwebseite.
