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Hilfe bei Badeunfällen

Österreich, 07. August 2018

Gefahren werden unterschätzt. Rasche Hilfe und Wiederbelebung durch Ersthelfer ist entscheidend!

Wer sehnt sich bei den warmen Temperaturen nicht nach einer Abkühlung. Vor allem für Kinder ist das Schwimmen ein riesen Spaß! Doch leider endet das Badevergnügen häufig mit Unfällen oder gar tödlich.

Damit das Schwimmvergnügung nicht in einem Notfall endet, sollte man Kinder niemals unbeaufsichtigt lassen! Auch Kopfsprünge in unbekannte Gewässer sind häufig Ursache von Verletzungen. (c)IStock/Imgorthand

Ertrinken ist zweithäufigste Todesursache bei Kindern

In Österreich ist Ertrinken bei Kindern unter 5 Jahren die zweithäufigste Todesursache nach Verkehrsunfällen. Besonders gefährdet sind Kleinkinder - für sie wird selbst ein Gartenteich oder ein Planschbecken zum Risiko, wenn sie dort unbeaufsichtigt spielen.

Auch Jugendliche und Erwachsene sind gefährdet, zumal sie sich häufig selbst überschätzen oder Alkohol im Spiel ist. Vor allem Männer wagen gerne den Kopfsprung in unbekannte Gewässer, der schwerwiegende Verletzungen zur Folge haben kann.

Sofort die Rettung alarmieren

Gerät ein Mensch im Wasser in Not, sollten Helfer zuerst den Rettungsdienst unter 144 alarmieren. „Am besten reicht man dem Ertrinkenden einen Rettungsschwimmreifen, eine Boje, ein Surfbrett oder einen anderen schwimmenden Gegenstand, an dem er sich festhalten kann“, rät Dr. Gabriele Lerche, stv. Chefärztin der Johanniter. Keinesfalls sollte man sich selbst in Gefahr bringen und wenn möglich direkten Körperkontakt vermeiden. „Ertrinkende schlagen in ihrer Angst häufig um sich oder klammern so stark, dass sie auch den Retter unter Wasser ziehen“, so Lerche weiter.

Erste Hilfe leisten

Wurde die Person aus dem Wasser gezogen, sollte zunächst geprüft werden, ob sie bei Bewusstsein ist und atmet. Bewusstlose mit Atmung werden in die stabile Seitenlage gebracht. Um eine Unterkühlung zu vermeiden, sollte die gerettete Person mit Handtüchern oder einer Rettungsdecke bedeckt werden.

 „Wenn der Gerettete bewusstlos ist und nicht mehr atmet, ist rasche Hilfe lebenswichtig. Dann sollte man sofort mit der Reanimation beginnen. 30 Herz-Druckmassagen, zweimal beatmen – bis der Rettungsdienst eintrifft“, erklärt die Notfallmedizinerin. „Dabei kann man nichts falsch machen. Nichts zu tun, wäre für den Verunfallten viel schlimmer, weil der Sauerstoffmangel irreparable Hirnschäden verursacht.“

Die Johanniter empfehlen, alle zwei Jahre das Erste-Hilfe-Wissen aufzufrischen, oft reicht schon ein 4-stündiger Auffrischungskurs!

 


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