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10 Jahre Johanniter Residenz Schichtgründe: Wien-Floridsdorf feiert betreutes Wohnen

Johanniter-Geschäftsführung, Vertreter des Präsidiums, der Bezirksvorsteher und viele Gäste würdigten gemeinsam ein Jahrzehnt selbstständiges Wohnen mit Sicherheitsnetz auf dem Areal der ehemaligen Schichtwerke.

Wien,

Vor zehn Jahren übergaben die Johanniter die ersten Wohnungsschlüssel der neu errichteten Seniorenresidenz auf den Schichtgründen in Wien-Floridsdorf. Heute ist daraus ein gefragtes Zuhause für ältere Menschen und Personen mit Betreuungsbedarf geworden. Anlässlich des Jubiläums luden die Johanniter am 18. Mai zu einer Feier vor Ort, an der zahlreiche Bewohner:innen, ehrenamtliche Helfer:innen sowie viele Ehrengäste teilnahmen.

Erstes Wohnprojekt der Johanniter mit Vorbildcharakter

Die Johanniter Residenz Schichtgründe war 2016 das erste eigene Wohnbauprojekt der Johanniter in Österreich, realisiert in Kooperation mit dem Österreichischen Volkswohnwerk (ÖVW). Auf dem historischen Areal der ehemaligen Schichtwerke entstanden 53 barrierefreie Mietwohnungen mit zwei oder drei Zimmern, jeweils ausgestattet mit Terrasse, Balkon, Loggia oder Eigengarten. Seither bietet die Residenz älteren Menschen sowie Personen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderung eine Alternative zum klassischen Altersheim: eigenständiges Wohnen, kombiniert mit einem Sicherheitsnetz aus Johanniter-Hausnotruf, Conciergedienst und der Möglichkeit, je nach Bedarf Unterstützung im Alltag zu organisieren – wie etwa ärztliche Betreuung, Physiotherapie, Friseur, Massage und Fußpflege. Weiteres stehen den Bewohner:innen ein Gemeinschaftsraum, eine Sauna sowie ein Fitnessraum zur Verfügung.

Stimmen zum Jubiläum

Hausleiterin Sonja Seferlis, die die Residenz seit der Eröffnung leitet, zum Zusammenleben der vergangenen Dekade: „Als wir vor zehn Jahren eröffnet haben, wussten wir nicht genau, wie es sich entwickeln wird – ob ein nettes, friedliches Nebeneinander oder eine wilde Wohngemeinschaft daraus wird. Heute kann ich sagen: Es ist eine gute Mischung aus beidem, und genau das macht unser Haus aus.“

Auch von Seiten des Johanniter-Präsidiums gab es anerkennende Worte: „In den vergangenen zehn Jahren ist hier mehr als ein Wohnhaus entstanden. Es ist eine echte Gemeinschaft gewachsen, getragen von engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und von zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die mit Begeisterung dabei sind. Darauf dürfen wir alle gemeinsam stolz sein“, so Johannes Bucher, Präsident der Johanniter Österreich.

Bezirksvorsteher Georg Papai betont in seiner Ansprache auch den gesellschaftlichen und sozialen Nutzen: „Gerade in einer Millionenstadt ist es enorm wichtig, Orte zu schaffen, an denen Menschen, die nicht mehr ganz allein wohnen möchten, zusammenkommen können. Das bietet die Möglichkeit, so lange wie möglich selbstständig zu leben, aber mit der Gewissheit, dass im Ernstfall jemand da ist, der hilft. Genau deshalb sind Projekte wie die Johanniter Residenz Schichtgründe so wichtig.“

Der Bezirksvorsteher verwies zudem darauf, dass sich auch die Anbindung der Residenz in den vergangenen Jahren verbessert habe, etwa durch eine neue Busverbindung, die mittlerweile fast direkt vor dem Haus halte.

Ein Stadtteil im Wandel

Die Residenz liegt heute mitten im Stadtentwicklungsgebiet Schichtgründe, das sich seit den 2010er-Jahren von einem ehemaligen Fabriksgelände zu einem modernen Wohnquartier entwickelt hat. Die ruhige, grüne Lage mit Nähe zu Marchfeldkanal und Alter Donau wird von den Bewohnerinnen und Bewohnern besonders geschätzt.


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