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Terroranschlag in Wien

Wien, 03. November 2020

In der Nacht des 2. November unterstützten die Johanniter die Wiener Rettung im Zuge eines Anschlags in der Wiener Innenstadt. 41 Sanitäter und Sanitäterinnen waren bis in die Morgenstunden am Schwedenplatz sowie im regulären Rettungsdienst im Einsatz.

(c) 40 Sanitäter waren mit 20 Einsatzfahrzeugen binnen kürzester Zeit im Einsatz - dank der Unteratützung vieler Ehrenamtlicher! (c) Johanniter/R. Olivares-Alba

Als am Abend des 2. November die ersten Newsticker über den ORF Bildschirm flimmerten, hat wohl noch keiner von uns mit einem Terroranschlag in Wien gerechnet. Kurze Zeit später kursierten bereits Videos auf Social Media, die uns unfassbare Bilder eines Schusswechsels mitten am Wiener Schwedenplatz und die aufgebrachten Stimmen der Beobachter ins Wohnzimmer lieferten.

 

 „Wir waren gerade bei einem Pflegeeinsatz, als ich plötzlich mehrere Schüsse hörte. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch, das wären Böller“, erzählt Rettungssanitäter Dominik O., der gegen 20 Uhr im zweiten Bezirk im Krankentransportwagen auf die Kollegen wartete.

 

Am Weg zum nächsten Patienten wurde der Wagen von der Polizei angehalten und zum Einsatzort am Wiener Schwedenplatz beordert. Dort übernahm das Team eine traumatisierte Frau mit Schnittverletzungen und brachte sie ins Spital. Die Frau erzählte, ihr Chef hätte sich schützend vor sie gestellt, als der Attentäter in einem Lokal das Feuer eröffnete, und wäre vor ihren Augen angeschossen worden.

(c) Johanniter/Rodrigo Olivares-Alba

Die Einsatzzentrale konnte nach Alarmierung durch die Wiener Rettung binnen kürzester Zeit zunächst 11 Fahrzeuge zum Einsatzort schicken, wo die Teams in der Nähe der roten Zone in Bereitschaft waren. Im Laufe des Abends waren 41 Sanitäter und Sanitäterinnen der  Johanniter am Schwedenplatz sowie als Verstärkung im regulären Rettungsdienst im Einsatz, darunter viele Ehrenamtliche des Katastrophenhilfsdienstes. Ein weiterer Verletzter wurde hospitalisiert, Blutkonserven wurden angeschafft, Freunde und Freundinnen von Todesopfern betreut.

 

„Unsere Einsatzkräfte haben in dieser traurigen Nacht bewiesen, dass das Krisenmanagement in  Wien sehr gut funktioniert und dass wir dank der Ehrenamtlichen binnen kurzer Zeit zusätzliche Ressourcen heranziehen können. Ich bin einerseits geschockt und andererseits „meinen“ Johanniterinnen und Johannitern unglaublich dankbar“, sagt Johanniter Präsident Johannes Bucher.

 

Inzwischen ist es traurige Gewissheit, dass vier Personen ums Leben kamen und 17 Menschen schwer verletzt in die Wiener Spitäler gebracht wurden. Der Attentäter wurde im Einsatz von der Polizei erschossen. Ob weitere Personen an dem Anschlag beteiligt waren, ist derzeit noch unklar.

 

Unsere Anteilnahme gilt in dieser schweren Zeit den Opfern und verletzten Personen, den Angehörigen, den Freunden und Freundinnen! Wir alle sind zutiefst betroffen!“, so Bucher.

Die Wiener Rettungsorganisationen arbeiten in Wien eng zusammen und waren auch nach dem Attentat gemeinsam im Einsatz oder vor Ort in Bereitschaft. (c) Rotes Kreuz/ Fauland

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