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Zum internationalen Tag der Freiwilligen zieht Dr. Robert Brandstetter, Bundesgeschäftsführer der Johanniter-Unfall-Hilfe, Bilanz: „Allein im vergangenen Jahr haben 396 Ehrenamtliche rund 92.000 Einsatzstunden bei den Johannitern geleistet. Die Johanniter haben sich in den vergangenen Jahren von der klassischen Rettungsorganisation zu einem Dienstleistungsbetrieb mit einer breiten Angebotspalette entwickelt. Viele dieser Dienste sind nur dank engagierter Ehrenamtlicher möglich.“
Freiwilligengesetz verbesserungswürdig
Im Europäischen Jahr der Freiwilligenarbeit 2011 wurde die Aufmerksamkeit erstmals stärker auf die Leistungen des Ehrenamts gelenkt, dennoch ist hier einiges zu tun, wie auch der aktuell zur Begutachtung vorliegende Entwurf des Freiwilligengesetzes zeigt.
„Gerade im Rettungsdienst und Krankentransport leisten Ehrenamtliche einen beachtlichen Anteil an Einsatzstunden“, so Dr. Robert Brandstetter, „umso mehr irritiert uns, dass im geplanten Freiwilligengesetz der Bereich der Rettungsdienste für das Freiwillige Sozialjahr gar nicht berücksichtigt wird.“ Der aktuelle Entwurf sei nicht nur in dieser Hinsicht verbesserungswürdig, die Johanniter haben ihre Stellungnahme dazu bereits eingebracht.
Ehrenamt fördern
Verstärkte Anstrengung sei vor allem zur nachhaltigen Förderung des Ehrenamts nötig, so Brandstetter: „Die Anerkennung ehrenamtlicher Leistungen könnte sich durchaus auch in monetärer Hinsicht niederschlagen, etwa indem Ausbildungskosten und ehrenamtlich geleistete Stunden steuervergünstigend angerechnet werden.“ Für Studienrichtungen mit Zugangsbeschränkungen, etwa Medizin, sollte die in der ehrenamtlichen Tätigkeit erworbene Praxis einen leichteren Zugang zum Studium ermöglichen.
Einsatzgebiete für Ehrenamtliche
Ehrenamtliche der Johanniter absolvieren eine intensive Ausbildung in Theorie und Praxis und werden in ihrem Einsatzgebiet sorgfältig geschult. Die meisten Ehrenamtlichen sind als Sanitäter oder Sanitäterin im Rettungsdienst, Krankentransport oder Organtransport tätig. Viele Bereiche, wie der Katastrophenhilfsdienst, die Rettungshundegruppe, Jugendarbeit werden zur Gänze auf ehrenamtlicher Basis organisiert.
