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FAQ: Coronavirus & Zivildienst

Häufige Fragen von ZIVILDIENERN rund um das Coronavirus

1. Welche Schutzvorschriften gelten für Zivildiener? Welche Schutzkleidung muss mir meine Einrichtung zur Verfügung stellen?

 

Die diesbezügliche Bestimmung findet sich in § 38 Abs. 4 ZDG:

 

„Die Verpflichtung des Rechtsträgers der Einrichtung, für den Schutz des Lebens, der Gesundheit und der Sittlichkeit der Zivildienstleistenden bei Ausübung ihres Dienstes vorzusorgen, richtet sich nach den Rechtsvorschriften für diejenigen Personen, die bei der Einrichtung mit im wesentlichen gleichartigen Dienstleistungen beschäftigt sind.“

 

Daher gelten jene Arbeitnehmerschutzbestimmungen, die für hauptamtliche MitarbeiterInnen gelten, auch für Sie.

 

Sie haben auch die gleichen Arbeitnehmerschutzgegenstände zu erhalten, wie die sonst in der Einrichtung – mit im wesentlich gleichartigen Dienstleistungen – beschäftigten Personen.

 

 

2. Ich habe Angst vor Infektionsgefahr und will daher bestimmte Tätigkeiten nicht verrichten.

 

Sie unterliegen den Schutzbestimmungen, die auch für sonstige MitarbeiterInnen in der Einrichtung gelten, die im Wesentlichen gleichartige Dienstleistungen verrichten.

 

Wenn diese MitarbeiterInnen bestimmte Tätigkeiten verrichten (müssen), haben auch Sie diese Tätigkeiten zu verrichten. 

 

Falls Sie sich trotz dienstlicher Weisung dennoch weigern, könnte der/die Vorgesetzte eine Anzeige bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde erstatten. 

 

 

3. Ich habe KEINE Symptome von Influenza oder COVID-19. Da ich aber im Ausland war oder Kontakt zu infizierten Personen hatte, will meine Einrichtung, dass ich zu Hause bleibe. Ist das erlaubt?

 

Bei einem Verdacht auf Erkrankung hat Ihre Einrichtung – je nach Sachverhalt, Tätigkeitsbereich der Einrichtung, Wahrscheinlichkeit der Ansteckung – die Möglichkeit, Ihnen für den Inkubationszeitraum eine Sonderdienstfreistellung zu geben. Diese kann bis zu einer Woche gewährt werden. (§23b ZDG) Für einen darüber hinausgehenden Zeitraum ist – bei entsprechender Dokumentation – ein „entschuldigtes Fernbleiben vom Dienst“ anzunehmen.

 

Der gesamte Sachverhalt wird von der Einrichtung dokumentiert (inklusive festgelegtem Enddatum der entschuldigten Abwesenheit).

 

Die Einrichtung kann Ihnen eine dienstliche Weisung erteilen, dass Sie sich am Ende eines vorab festgelegten Zeitraums einer ärztlichen Untersuchung unterziehen müssen und Ihr Arzt zu bestätigen hat, dass Sie keine Symptome aufweisen.

 

 

4. Über mich wurde behördlich eine Quarantäne verhängt. Was ist zu tun?

 

Bitte melden Sie dies umgehend an Ihre Einrichtung!

 

Zeiten behördlicher Quarantäne gelten als entschuldigte Fehlzeiten, solange Sie nicht erkrankt sind. (Bei einer Erkrankung sind die Tage in behördlicher Quarantäne bis zum Zeitpunkt eines Krankheitsausbruchs voll anzurechnen. Ab einer Erkrankung werden die Krankenstandstage in die 24-Tage-Frist des § 19a ZDG eingerechnet.)

 

Die finanziellen Bezüge, die Ihnen während des Zivildienstes zustehen, erhalten Sie weiterhin.

 

Nach Ende der Quarantänezeit (ohne Krankheitsausbruch) müssen Sie einen Hausarzt kontaktieren und nach einer ärztlichen Untersuchung den Dienst wieder antreten. Es muss ein ausreichend langer gesunder Zustand vorliegen, der ärztlich qualifiziert wird.

 

Bei einem etwaigen Krankheitsbeginn müssen Sie sich bei der/dem Vorgesetzten telefonisch melden. Für weitere Infos siehe unter Frage Was muss ich tun, wenn ich Krankheitssymptome von Influenza oder COVID-19 habe?

 

 

5. Was muss ich tun, wenn ich Krankheitssymptome von Influenza oder COVID-19 habe?

 

  • Sie müssen sich umgehend telefonisch bei Ihrem/Ihrer Vorgesetzten krankmelden und Ihren Aufenthaltsort bekannt geben.
  • Außerdem müssen Ihren Hausarzt TELEFONISCH kontaktieren. Zusätzlich sollten Sie auch beim Gesundheitstelefon 1450 anrufen.
  • Wenn eine ärztliche Untersuchung nicht möglich sein sollte bzw. von einer solchen - aufgrund der Symptomatik - vom Arzt abgeraten wird, kann die Übermittlung einer Krankenstandsbestätigung an den/die Vorgesetzte vorläufig unterbleiben.
  • Ihr Hausarzt hat Sie dennoch bei der Österreichischen Gesundheitskasse krankzumelden (genauso wie jeden anderen österreichischen Arbeitnehmer bei gleichen Symptomen). Auch ein Krankenstand mit derartiger Symptomatik muss ärztlich dokumentiert sein!
  • Nach Ihrer Genesung müssen Sie sich von Ihrem Hausarzt – ausnahmsweise rückwirkend – krankschreiben bzw. wieder gesundschreiben lassen.

 

Falls der/die Vorgesetzte begründete Zweifel an Ihrer Erkrankung hat, hat er/sie das Recht, einen Vertrauensarzt der Einrichtung an den von Ihnen bekannt gegebenen Aufenthalt zu entsenden und eine Untersuchung durch einen Vertrauensarzt zu veranlassen.

 

 

6. Meine Zivildienst-Einrichtung wurde geschlossen. Was ist zu beachten?

 

Wenn die Einrichtung vorübergehend geschlossen wird, werden Sie von der Zivildienstserviceagentur zu einer anderen Einrichtung versetzt. Oder – falls keine geeignete andere Einrichtung gefunden werden kann – würde die Zivildienstserviceagentur Ihren Zivildienst mit Bescheid unterbrechen. In beiden Fällen erhalten Sie einen schriftlichen Bescheid der Zivildienstserviceagentur.  

 

Bis zum Abschluss des Versetzungs- oder Unterbrechungsverfahren gelten Sie als entschuldigt vom Dienst fern. Daher wäre Ihnen die Zeit – vom Zeitpunkt des Schließens der Einrichtung bis zum Abschluss des Verfahren – als Zivildienst anzurechnen. Die Bezüge, die Ihnen für diesen Zeitraum zustehen, werden bis zum Abschluss des Verfahrens weiterhin ausbezahlt.

 

 

Zuverlässige und aktualisierte Informationen rund um das Corona-Virus finden Sie auf folgenden Webseiten:

 

Zivildienstserviceagentur

Gesundheitsministerium

Außenministerium/ Reisewarnungen

AGES

 

 

Allgemeine Fragen zu Coronavirus-Übertragung, Symptomen und Vorbeugung beantwortet die AGES unter 0800 555 621.

 

Bei Verdacht auf eine COVID19-Erkrankung rufen Sie bitte 1450 an. Beide Telefon-Hotlines sind 24 Stunden täglich erreichbar.

 

 

Ansprechpartner und Links