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Wie das Coronavirus den Forschungsbetrieb verändert

Die Auswirkungen von COVID-19 betreffen alle Bereiche der Johanniter. Auch die Forschung muss entsprechend reagieren.

Österreich, 07. Mai 2020

Ansprechpartner und Links


Mag. Georg Aumayr ist seit 2012 Leiter der Forschung bei den Johannitern, 14 Projekte betreut er gemeinsam mit seinem fünf Mitarbeiterinnen.

Zusammenarbeit mit Risikogruppen

In mehreren Projekten arbeiten wir mit Risikogruppen zusammen und testen mit diesen Personen neue Technologien. Um das zu bewerkstelligen müssen wir uns mehrmals mit diesen Personen treffen, die Technologie ausliefern, intensive Gespräche führen, Schulungen abhalten und vieles mehr.

Durch COVID-19 ist dieser notwendige, direkte Kontakt nichtmehr wie gewohnt möglich. Deshalb arbeiten wir an Lösungen, um mehr Online-Schulungen und Telepräsenzlösungen zu nutzen und zugänglich zu machen.

 

So wurde beispielsweise im neuen Home Office Betrieb während der COVID-19 Situation einiges an neuen Mitteln ausprobiert, um unmittelbaren Kontakt zu ermöglichen. Auch für die Auslieferung von Technologien und entsprechende Einschulungen wurden Lösungen gefunden, die durch kontaktlose Lieferdienste inspiriert wurden.

 

Sicherheitsforschung und neue Technologien erfahren durch COVID-19 besondere Bedeutung

Neben den Projekten zur Entwicklung von Technologien zum Erhalt der Gesundheit und der Lebensqualität, sind auch die Projekte der Sicherheitsforschung betroffen – allerdings ganz anders.

In unserem neuen Projekt STAMINA, welches bereits im Herbst 2019 beantragt wurde und im Dezember 2019 bewilligt wurde, geht es um die Ausbreitung und Eindämmung von diversen Krankheiten, Schadstoffen und ähnlichem. Gerade durch COVID-19 bekommt dieses Projekt nun mehr Beachtung durch die Europäische Kommission und wird schneller starten als vorgesehen. Die Johanniter sind dabei für die Entwicklung von Detektionslösungen und Verschleppungsprävention im Krankentransport und Rettungswesen zuständig.

 

Ebenso ist das Projekt METICOS, welches mit Anfang Juni offiziell startet, betroffen, da hier Grenzkontrollen mit Gesundheitschecks verbunden werden sollen, um Pandemien besser bekämpfen zu können. Dieses Projekt wurde ebenfalls im Herbst 2019 bereits eingereicht und bewilligt.

In einem laufenden Projekt, iProcureSecurity, werden neue Technologien und Unterstützungen für das Rettungswesen gesucht und auf ihre Nutzbarkeit zu speziellen Herausforderungen geprüft. COVID-19 hat hier einen neuen Aspekt hinzugefügt. Durch dieses Projekt haben sich die Johanniter in mehrere Arbeitsgruppen einbringen können, die europaweit an der Bewältigung der COVID-19 Krise arbeiten. 

 

Fristen verlängert

Da manche Arbeiten im aktuellen Geschehen in den Hintergrund rücken, kommt es immer wieder zu Verzögerungen in der Arbeit. Unsere Fördergeber haben daher fast alle Projekte verlängert, um uns zu ermöglichen, auch in dieser Zeit unseren humanitären Aufgaben nachkommen zu können, ohne die Forschungstätigkeit zu stoppen.

 

In dieser herausfordernden Zeit erleben wir in der Forschung einen starken Zusammenhalt von allen Seiten und eine große Offenheit, trotz allem, an Innovationen teilzuhaben und unsere Gesellschaft als kommunikativen und sozialen Raum zu erhalten. Die Digitalisierung, die wir gerade erleben, um unsere Arbeit fortzuführen, erlebt einen Schub. Dumm wäre es, diese positiven Effekte wieder zu verwerfen und nur über das Negative der Situation zu jammern. Mit Tapferkeit und Klugheit begegnen die Johanniter und unsere Mitstreiter der Situation. Durch die Mäßigung der sozialen, physischen Kontakte erleben wir andere Qualitäten. Und im Zusammenhalt aller Hierarchien erfahren wir Gerechtigkeit.

 

Die Grundtugenden der Johanniter werden durch die Krise wieder stärker in den Vordergrund gestellt und leiten uns im Umgang mit den neuen Herausforderungen.