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Prater: Johanniter üben Schiffsevakuierung

Wien, 06. Mai 2021

Schwankende Bodenplatten, drehende Schaumstoffrollen, wackelige Hängebrücken: Mitten im Vergnügungspark des Wiener Praters führten die Johanniter eine Testung für das Forschungsprojekt Palaemon durch. Die Ergebnisse sollen künftig bei der Evakuierung von Kreuzfahrtschiffen helfen.

Mit dem Alterssimulations-Anzug bewegt sich die Testerin über eine kippende Plattform.

Zehn Teilnehmer fanden sich am 6. Mai im „Magic Dream House“ im Wiener Prater ein, um dort an einer Studie teilzunehmen. Sie bewegten sich über schwankende Bodenplatten, wacklige Hängebrücken und durch drehende Schaumstoffrollen. Dabei wurde für jeden Abschnitt des Hindernisparcours mit der Stoppuhr die Zeit genommen und das Befinden der Studienteilnehmer und - teilnehmerinnen erfasst. In einem zweiten Durchgang wurde der Hindernislauf erschwert. Dazu wird ein Alterssimulations- und Hemiparese-Anzug angelegt, er besteht aus Gewichtsmanschetten am Fuß, einer Knie und einer Armschiene sowie einer Gewichtsweste. Dadurch werden Lähmungserscheinungen an Arm und Bein simuliert, die Beweglichkeit eingeschränkt und das Atmen erschwert. Durch eine spezielle Brille und einen Ohrenschutz werden Hör- und Sehvermögen plötzlich stark eingeschränkt. Zusätzlich müssen sich die teils jungen Menschen nun mit einem Gehstock fortbewegen. Anschließend wurden die Studienteilnehmer und -teilnehmerinnen nochmals nach ihrem Befinden und dem  empfundenen Schwierigkeitsgrad befragt.

 

Was vorher noch recht einfach zu bewältigen war, wird plötzlich um vieles schwerer. Der zweite Durchgang war wirklich anstrengend, an manchen Stellen wäre ich fast hingefallen“, so eine Studienteilnehmerin.

Die aus der Testung gewonnenen Daten und Ergebnisse sollen in ein Übungskonzept zur Evakuierung von Kreuzfahrtschiffen einfließen.

 

„In Katastrophenfällen sind auf Schiffen vor allem Ältere und Menschen mit Behinderung im Nachteil, da sie in der Mobilität und auch in der Wahrnehmung ihrer Umgebung eingeschränkt sind“, sagte Georg Aumayr, Leiter der Johanniter-Forschung. Es sei daher wichtig, „die Unterschiede in der Bewegungsgeschwindigkeit zwischen jungen und alten Menschen auf beweglichen Untergründen, wie man sie in einem schwankenden Schiff vorfindet, zu kennen.“

 

Ziel des Forschungsprojektes Palaemon ist es, ein hochkomplexes Konzept unter Einbeziehung von Virtual und Augmented Reality zu entwickeln, das mit Hilfe von Erschütterungssensoren, Kameras und einem Drohnensystem Evakuierungen großer Kreuzfahrtschiffe sichererer und kostengünstiger machen soll. Das von Airbus geleitete Projekt wird aus Mitteln des Forschungsrahmenprogramms der EU H2020 finanziert.  

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