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Erste Hilfe bei Bienen- oder Wespenstich

Wenn Bienen- und Wespenstiche allergische Reaktionen auslösen, ist rasche Hilfe gefragt.

Österreich, 30. Juli 2019

(c)Istock/JimmyR

In den meisten Fällen sind Insektenstiche harmlos, wenn auch manchmal lästig oder schmerzhaft. Oft treten Rötungen oder leichte Schwellungen auf.

 

Gefährlich ist ein Stich im Mund- oder Rachenraum, da durch die entstehende Schwellung schwere Atemproblemen ausgelöst werden können.

 

„In diesem Fall lagert man die Person am besten mit erhöhtem Oberkörper und ruft die Rettung. Bis dahin kühlt man den Hals mit kalten Tüchern von außen und verabreicht kalte Getränke oder Eiswürfel“, empfiehlt die Johanniter-Notfallmedizinerin Dr. Gabriele Lerche.

Symptome bei einem Bienen oder Wespenstich  

Ein Bienen- oder Wespenstich kann zudem eine schwere lebensbedrohliche allergische Reaktion verursachen. Diese tritt meist nach sehr kurzer Zeit auf und verläuft von Person zu Person unterschiedlich. Die schwerste Form ist der anaphylaktische Schock, der ohne rechtzeitige Therapie bis zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand führen kann.  

 

Die folgenden Symptome sind typisch und können einzeln oder in verschiedenen Kombinationen auftreten: Rötung der Haut mit juckendem Ausschlag und Quaddelbildung, Atemnot und Bauchkrämpfe bis hin zu Blutdruckabfall und Bewusstlosigkeit.  

 

Wie können Laien helfen?

Oft haben Allergiker einen Autoinjektor mit Adrenalin für den Notfall bei sich. Sprechen Sie Betroffene gezielt darauf an. Bei Atemnot, Bewusstseinseintrübung oder gar Bewusstlosigkeit alarmieren Sie umgehend die Rettung. Eine bewusstlose Person lagert man bis zum Eintreffen in der stabilen Seitenlage.  

 

Wie hilft der Arzt?

Notärzte und Notfallsanitäter können sofort Adrenalin und Flüssigkeit in Form einer Infusion mit Elektrolytlösung verabreichen. Im anaphylaktischen Schock oder bei Atemnot wird Sauerstoff gegeben.

 

Ansprechpartner und Links


Tipps:

 

  •  Ruhe bewahren, hektische Bewegungen vermeiden
  •  Essen und Getränke im Freien abdecken oder in verschließbare Becher füllen
  •  Strohalme verwenden
  •  Kindern nach dem Essen Gesicht und Hände abwischen


Erste Hilfe auffrischen!

Die meisten Unfälle passieren im Haushalt und in der Freizeit, also in Ihrer unmittelbaren Umgebung. Frischen Sie Ihre Erste-Hilfe-Wissen auf - ihren Angehörigen zu Liebe!

 

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