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Einsatzteam der Johanniter fliegt nach Mosambik

Österreich/Mosambik, 15. April 2019

Am 14. April reiste ein Team der Johanniter-Auslandshilfe nach Mosambik, darunter auch zwei Österreicher. Die Notärzte, Sanitäter und Logistiker lösen das erste Einsatzteam ab und übernehmen die medizinische Versorgung in Grudja.

Die Johanniter-Auslandshilfe Deutschland schickt das zweite medizinische Einsatzteam nach Mosambik. Mit dabei sind der Notarzt Dr. Wolfgang Pramendorfer aus Niederösterreich und der Notfallsanitäter Hannes Pfaller aus Wien. Sie werden in Grudja, westlich von Beira, in einer Gesundheitsstation die medizinische Versorgung fortsetzen und bis 28. April im Einsatz sein.

 

Im Einzugsgebiet von Grudja leben rund 17.000 Menschen. Der Zyklon hat dort die Ernte vernichtet und 90 Prozent der Häuser zerstört, unter anderem das Gesundheitszentrum. Nur noch wenige Mitarbeiter des Zentrums sind vor Ort, seit dem Zyklon war dort keine medizinische Versorgung mehr möglich.

Sonntag Morgen flogen der Notarzt Wolfgang Pramendorfer und der Notfallsanitäter Hannes Pfaller nach Frankfurt. Dort fanden die Briefings für den Einsatz in Mosambik statt.

2,5 Tonnen Material für basismedizinische Versorgung

Ein Teil des ersten Johanniter-Teams reiste am 7. April per Helikopter zum Einsatzort. Parallel dazu wurden 2,5 Tonnen Material nach Grudja gebracht, mit denen die basismedizinische Versorgung von 10.000 Patienten über drei Monate sichergestellt werden kann. Zusätzlich trafen medizinische Güter zur Behandlung von Malaria- und Cholerapatienten im Katastrophengebiet ein. In den letzten Tagen wurden mehr als 3.000 Cholerafälle in der Region gemeldet und es wird eine weitere Ausbreitung befürchtet. Um dem entgegenzuwirken, setzen die Johanniter auch 22 mobile PAUL-Wasseraufbereitungsfilter, die mit Unterstützung des Lions-Hilfswerks angeschafft wurden, für die Trinkwasserversorgung ein. Bislang haben die Johanniter in Grudja rund 400 Patienten versorgt. Die häufigsten Krankheitsbilder sind Atemwegserkrankungen, Malaria und Magen-Darm-Infekte.

 

Dr. Pramendorfer (72) ist seit rund 20 Jahren als Notarzt in Auslandseinsätzen tätig. Zuletzt war er mit der deutschen Johanniter-Auslandshilfe 2014 auf den Philippinen. Seine Arztpraxis für Allgemeinmedizin in Traismauer, Niederösterreich, übergab er Anfang dieses Jahres an seine Tochter.

 

Notfallsanitäter Hannes Pfaller (36; MSc in Rettungsdienstmanagement,  MBA in Health Care Management) wird die Leitung des Einsatzteams übernehmen und für Organisation und Koordination sowie für den Austausch mit den lokalen wie internationalen Behörden und Einrichtungen zuständig sein.

 

Die Soforthilfe der Johanniter-Auslandshilfe ist 2017 von der Weltgesundheitsorganisation WHO  als mobiles Emergency Medical Team klassifiziert worden, um koordiniert in internationale Einsätze gehen zu können.

Sonntag Abend flog das zweite Einsatzteam der deutschen Johanniter-Auslandshilfe nach Mosambik, um in Grudja medizinische Hilfe zu leisten udn das erste Team abzulösen. (c) Johanniter DE/©Lucas Grazioli

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