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Spektakuläre Katastrophenübung im Kraftwerk

Wien, 07. Oktober 2019

Am Gelände des ehemaligen Kraftwerks Korneuburg fand am 5.10.2019 eine groß angelegte Katastrophenübung der Johanniter statt. 45 Ehrenamtliche erprobten den schnellen Einsatz im Ernstfall.

Der Anblick ist verheerend als die Rettungskräfte der Johanniter am frühen Samstagvormittag das Gelände des Kraftwerks Korneuburg mit Blaulicht und Sirenen erreichen. Ein dunkelblauer PKW, hat sich überschlagen und ist auf der Seite liegen geblieben…

Jetzt heißt es rasch handeln, denn die Personen im Auto sind durch den mehrfachen Aufprall eingeklemmt und können nur durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr mittels Schere und Spreize befreit werden. Die Uhr tickt…
Der Verletzungsgrad kann zu diesem Zeitpunkt nur erahnt werden und so zählt jede Sekunde!

Gerettet: Mittels Triage wird die Priorisierung der teils schwer verletzten Personen vorgenommen. Ein Patient mit Milzriss sowie mehrere Patienten mit Verletzungen und Prellungen im Gesicht müssen umgehend versorgt und ins Spital gebracht werden.

Ansprechpartner und Links


Unfallszenario: Verkehrsunfall mit Personenschaden (c) Johanniter/Tersch
Station 3: Einsatz in einem Schadstoff belasteten Gebiet (c) Johanniter/Tersch
(c) Johanniter/Tersch

Übung für den Ernstfall


Was aussieht wie ein Ernstfall, ist diesmal zum Glück nur ein Übungsszenario des Johanniter Katastrophenhilfsdienstes (KHD), an dem insgesamt rund 45 ehrenamtliche Einsatzkräfte der Johanniter teilnahmen. Neben 20 Sanitätern, 4 Trainern, 1 Notarzt sowie mehreren Mitgliedern der Technik-, Versorgungs- und Kommunikationsgruppe waren auch rund 20 Feuerwehrmänner der Freiwilligen Feuerwehr Langenzersdorf mit vier Fahrzeugen vor Ort.

Neun Stunden lang wurde bei Regen und Sonnenschein an vier verschiedenen Stationen das richtige Einschreiten im Krisenfall inszeniert und geübt:

Neben dem Verkehrsunfall mit Personenschaden, bei dem vor allem die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr im Vordergrund stand, wurden bei der zweiten Station die unterschiedlichsten Arten der Blutstillung und des Schienen von Brüchen erprobt. Station drei simulierte ein mit Schadstoff belastetes Gebiet, das von der Feuerwehr zunächst abgesichert und dekontaminiert wurde, bevor die verletzten Personen an die Rettungskräfte der Johanniter übergeben wurde. Bei der vierten und letzten Station wurde mittels Planspiel, die taktische Herangehensweise und räumliche Einteilung im Großschadensfall nachgestellt. Die räumliche Strukturierung wie die Errichtung von Behandlungsplätzen und Straßensperren stand hierbei im Vordergrund.

Es ist beeindruckend wie viele freiwillige Helferinnen und Helfer an einem Wochenende, bei wechselnder Wetterlage mitgemacht haben. Ihr Einsatz und ihr unermüdliches Engagement für die Sache spiegelt das Herzblut, das in solchen Übungen steckt wieder, “ betont Clemens Gibel, Leiter der Sanitätsgruppe des Katastrophenhilfsdienst und Organisator der Übung.
„Besonders die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Langenzersdorf hat allen Sanitäterinnen und Sanitätern besonders viel Freude bereitet und zeigt wie wichtig solche Übungen für eine funktionierende Rettungskette sind,“ so Gibel weiter.

Im Anschluss an die Übung stand eine Führung durch das Kraftwerk Korneuburg und der gemeinsame Ausklang bei Speis und Trank auf dem Programm.

Team (c)Johanniter/Tersch