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Wie funktionieren die Antigen-Schnelltests?

Die Antigen-Schnelltests weisen ein Protein nach, das im Coronavirus enthalten ist. Dazu wird ein Abstrich im  Nasenrachenraum vorgenommen. Dieser Abstrich wir in eine Flüssigkeit getaucht, um die Proteine zu lösen. Danach werden einige Tropfen der Lösung auf einen Papierstreifen angebracht. Nach etwa 15 Minuten kann man das Ergebnis – ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstests –  ablesen. 

 

Der Vorteil dieser Tests ist, dass sie ein schnelles Ergebnis liefern und präventiv bei Pflegepersonal oder vor einem Besuch in einem Alters- oder Pflegeheim sinnvoll eingesetzt werden können. Auch vor Veranstaltungen könnten Menschen getestet werden, um symptomfreie, aber bereits infizierte  Menschen zu identifizieren und eine weitere Ansteckung zu vermeiden. Denn aus Studien weiß man, dass bereits vor Ausbruch von Symptomen ein Ansteckungsrisiko besteht. Allerdings ist die Zuverlässigkeit dieser Test je nach Hersteller unterschiedlich. Es ist durchaus möglich, dass der Test bei einer geringen Virenlast noch nicht anschlägt und eine Person als falsch negativ getestet wird. Aktuell geht man allerdings davon aus, dass diese Personen aufgrund der geringen Virenlast zwar infiziert, aber noch nicht ansteckend sind.

 

 

Hintergrundinformationen

Eine Forschergruppe rund um den bekannten deutschen Virologen Martin Drosten untersuchte im November 2020 sieben Antigen-Schnelltests unterschiedlicher Anbieter und kam zu folgendem Schluss: Fünf Produkte zeigten hinsichtlich der Spezifitäten sehr gute Werte an (zwischen 98,53 Prozent und 100 Prozent), nur zwei Produkte zeigten niedrigere Werte an (zwischen 94,85 Prozent und 88,24 Prozent). Das heißt, dass fünf Produkte Menschen ohne Infektion auch korrekt als solche auswiesen.   In Hinblick auf die Sensitivität ist die Viruslast im Nasen-Rachenraum für ein korrektes Ergebnis entscheidend. Fast alle Antigen-Schnelltests lieferten ab einer Virenlast von 5 und  25 ng/ml an viralem Nukleokapsid-Protein korrekte Ergebnisse. Diese Virenlast ist üblicherweise in der ersten Symptomwoche zu beobachten.

 

Fazit

Damit ein Antigen-Test ein positives Ergebnis anzeigt, ist im Vergleich zur PCR-Testung eine größere Virusmenge notwendig. Diesen Ergebnissen zufolge waren (ausgenommen eines Tests) sechs der sieben analysierten Antigentests insofern zuverlässig, als sie eine Virenkonzentration nachweisen konnten, ab der eine Person üblicherweise infektiös (ansteckend) ist.

 

Quellen:

medRxi Online Archiv Health Science Preprint

Comparison of seven commercial SARS-CoV-2 rapid Point-of-Care Antigen tests

 

Deutsche Apothekerzeitung

 


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