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Warum engagierst du dich ehrenamtlich bei den Johannitern?
Die Krankheit und Pflegebedürftigkeit meiner Großmutter (die übrigens gleich ums Eck von den Johannitern gewohnt hat) und der Motorradunfall eines Schulkollegen haben mein Interesse für den Rettungsdienst geweckt. Es hat mich einfach interessiert und ich fand es auch irgendwie cool, mit Blaulicht zu fahren.
Was bringt das Ehrenamt beruflich wie privat?
Privat war es einfach eine gute Erfahrung, einmal zu sehen, dass es nicht allen Menschen so gut geht und viele auf die Hilfsbereitschaft anderer angewiesen sind. Außerdem konnte ich meine Erstversorgungskenntnisse oft im privaten Umfeld und im Straßenverkehr einsetzen.
Beruflich, aus heutiger Sicht, interessant war, das Eingehen auf die Nöte und Sorgen der Patienten und Begleitpersonen. Oftmals war auch einfach zuhören schon der halbe erfolgreiche Einsatz. Beruflich lässt mich heute nichts so schnell aus der Ruhe bringen und ich versuche in heiklen, kritischen Situationen immer zuerst den Überblick zu bekommen und dann gezielt zu handeln. Wie bei einem Rettungseinsatz, nur geht es nicht mehr um Menschenleben und das macht irgendwie locker.
Was begeistert Sie an den Johannitern?
Dass der Mensch im Vordergrund stand, nicht das Geldverdienen.

Mag. Thomas Schlechta (43), Leiter der Personalabteilung bei Kotányi GmbH, war im Krankentransport und Rettungsdienst tätig.