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Als ich mit 17 zur Stellung ging, hat mich die Entscheidung lange beschäftigt, ob ich nun Zivildienst (als Sanitäter) oder den Grundwehrdienst machen sollte. Letzten Endes leistete ich anfangs als Offiziersanwärter, später als Grundwehrdiener, meinen Präsenzdienst ab. Damals schon spielte ich mit dem Gedanken, den Rettungssanitäterkurs ehrenamtlich nachzuholen. Dass die Wahl auf die Johanniter fiel, ist einfach erklärt. Ich habe fast alle Erste-Hilfe-Kurse bei den Johannitern gemacht. Aufgrund einer Kooperation zwischen den Johannitern und meiner ehemaligen AHS habe ich auch die Ausbildung zum Schulsanitäter absolviert. Außerdem war ich auch fast ein Jahr bei der Johanniter- Jugend, was meine Entscheidung nur bestärkte.
Ich habe immer schon gerne geholfen, daher hatte ich die Idee mich ehrenamtlich zu engagieren. Als Rettungssanitäter kann ich das auf sehr sinnvolle Art und Weise.
Beruflich bringt das Ehrenamt eine nicht zu unterschätzende Qualifikation. Ich habe schon von mehreren Seiten positive Rückmeldungen erhalten, gerade weil ich mich bei einer Rettungsorganisation engagiere. Natürlich kann man das auch für das Privatleben umsetzen: Gerade wenn in der familiären Umgebung oder auf der Straße ein medizinischer Notfall eintritt, weiß man, was zu tun ist und kann dadurch eventuell jemandem das Leben retten. Meine größte Angst war früher immer, in einer Notsituation dazustehen und nur zusehen zu können, wenn es jemandem schlecht geht. Seit ich mich mehr mit Erster Hilfe auseinandergesetzt habe, fühle ich mich für solche Fälle theoretisch sowie praktisch mehr als nur vorbereitet.
Ein großes Plus ist, dass man in dieser Organisation sehr herzlich aufgenommen wird. Das Klima unter den Kollegen passt einfach. Man kann sich immer wieder über neue Erfahrungen austauschen und neue Freunde kennen lernen. Wenn man ein Problem hat, findet sich immer jemand, der einem zur Seite steht, auch wenn es nur darum geht, dass man sich mit etwas gerade nicht zurechtfindet, was natürlich ungemein motiviert, noch mehr dazuzulernen und nachzufragen.

Sebastian Pfeiffer (21) studiert Geschichte an der Uni Wien. Er ist seit 2010 ehrenamtlich für die Johanniter im Krankentransport im Einsatz und macht derzeit die Ausbildung zum Erste-Hilfe-Kurslehrer.