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Eigentlich wollte ich schon den Zivildienst bei einer Rettungsorganisation leisten. Das hat aber aus mehreren Gründen nicht funktioniert. Ich weiß noch heute, dass mir dann 2003 irgendjemand auf der Straße einen Flugzettel mit der Aufforderung "Wir suchen Sie!" in die Hand gedrückt hat. Damals habe ich in einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft meinen Zivildienst geleistet und bereits nach einer Möglichkeit gesucht, ehrenamtlich im Krankentransport und Rettungsdienst tätig zu werden. Dieser Flyer kam also zur richtigen Zeit und ich habe mich sofort zum Grundkurs für ehrenamtliche Rettungssanitäter angemeldet. Diese Tätigkeit hat mir von Anfang an gefallen - die Abwechslung, die Herausforderung, das aktive "Etwas-tun-können" und die Möglichkeit, nette Kollegen kennen zu lernen, von denen mittlerweile viele gute Freunde geworden sind.
Meine ehrenamtliche Tätigkeit bei den Johannitern war wahrscheinlich nicht unwesentlich für meine Berufswahl verantwortlich. Der Umgang mit Akutsituationen und schwierigen Patienten hat mir gezeigt, dass für mich die soziale Interaktion als zentraler Punkt im Berufsleben unverzichtbar ist. Ein Beruf ohne Kontakt zu Menschen ist für mich heute nicht vorstellbar.
Im Privatleben bringt die Mitgliedschaft bei den Johannitern vor allem drei Dinge: viele gute Freunde, ein einzigartiges Gemeinschaftsgefühl und die Möglichkeit, die Freizeit sinnvoll und nachhaltig zu gestalten.
Mich begeistert an den Johannitern die Vielfältigkeit an Tätigkeiten, die geboten werden. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren, dass man sich keinesfalls Sorgen machen muss, nach zwei Jahren in Langeweile zu verfallen. Da ich selbst vier Jahre als Ehrenamtlichenvertreter der Johanniter tätig war und dabei unter anderem die Aufgabe hatte, neue ehrenamtliche Mitarbeiter anzuwerben, weiß ich, dass es oft Unsicherheiten oder falsche Vorstellungen bezüglich einer ehrenamtlichen Mitarbeit gibt. Auch hier haben die Johanniter entsprechend reagiert und informieren regelmäßig bei Informationsabenden über die reiche Palette an Einsatzmöglichkeiten. Ein Verein wie die Johanniter lebt von seinen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Diese sind Tag und Nacht, unter der Woche, am Wochenende und auch zu den Weihnachtsfeiertagen im Einsatz - das begeistert mich!

Christoph Heller (29) ist Dipl. psychiatrischer Gesundheits- und Krankenpfleger im AKH Wien. Er engagiert sich seit 2003 für die Johanniter und war auch einige Jahre Ehrenamtlichenvertreter. Christoph Heller ist im Krankentransport und Rettungsdienst sowie im Organtransport tätig. Außerdem hilft er bei Ambulanzdiensten und in der internen Ausbildung.