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Sicherheit auf der Schipiste

2010-01-26

Wer beim Wintersport keine schweren Verletzungen davontragen möchte, sollte Helm tragen, auf Alkohol verzichten und Pausen machen.

Die perfekten Bedingungen und die Semesterferien locken derzeit viele Wintersportler in die Berge. Leider kommen viele Urlauber mit Verletzungen zurück: Rund 56.000 Schifahrer und Snowboarder werden sich laut Prognose des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) in der Wintersaison 2009/2010 so schwer verletzen, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen.

Sicherheit beim Schifahren
Durchschnittlich zehn Prozent aller Verletzungen betreffen den Kopf. „Skifahrer und Snowboarder sollten auf jeden Fall Helm tragen. So können gut 50 Prozent aller Schädelverletzungen vermieden werden", so Dr. Michael Hüpfl, Chefarzt der Johanniter-Unfall-Hilfe. Mittlerweile gilt in fast allen Bundesländern Schihelmpflicht für Kinder bis 15 Jahren, ausgenommen in Tirol und Vorarlberg.
„Auch Erwachsene sollten Schihelme tragen. Außerdem sollte man regelmäßig Pausen machen und auf Alkohol währen des Skifahrens verzichten", so plädiert der Chefarzt für mehr Vernunft beim Schifahren. 

Erste Hilfe Tipps
Sollte doch einmal ein Unfall passieren, so gilt: Stehen bleiben und helfen! Wichtig ist, die Unfallstelle abzusichern, dazu etwa fünf Meter oberhalb der Unfallstelle Skier oder Skistöcke gekreuzt in den Schnee stecken. Ist die Person verletzt, sollte Erste Hilfe geleistet und die Rettung alarmiert werden. Inzwischen beengte Kleidungsstücke ein wenig öffnen und vor Unterkühlung schützen. Vor allem bei Kindern sollte man gefasst reagieren und beruhigend einwirken.

Verletzungen nach Ski-Unfällen betreffen häufig Knie, Schultern, Kopf, Unterschenkel- sowie Unterarme und Hände. Typisch sind auch Verletzungen des Daumengrundgelenks. Snowboarder müssen vor allem Brüche des Unterarms und Verletzungen der Handgelenke fürchten. Im Verletzungsfall lindert eine unterstützende Lagerung der betreffenden Extremität den Schmerz und minimiert das Risiko weiterer Verletzungen von Nerven und Blutgefäßen. Kühle Kompressen sind abschwellend und werden meist als angenehm empfunden. Um eine knöcherne Verletzung auszuschließen, ist eine umgehende ärztliche Kontrolle notwendig.

Skibindung prüfen
Wer gut vorbereitet in den Winterurlaub startet und sich an einige Regeln hält, verringert die Gefahr, im Schnee zu verunglücken. Wer gut trainiert ist, vor der ersten Abfahrt die Muskel dehnt und aufwärmt und auf eine sichere Skiausrüstung setzt, ist gut beraten. Dazu gehört neben dem Helm eine vom Fachmann richtig eingestellte Skibindung.

Die wichtigsten Telefonnummern:
Alpinnotruf: 140
Rettungsnotruf: 144
Euro-Notruf: 112

Fotodownload
http://forum.johanniter.at/Kind_mit_Schihelm.jpg

Copyright: Die Johanniter, Abdruck kostenfrei


Rückfragehinweis:
Mag. Belinda Schneider, MAS
Johanniter-Unfall-Hilfe in Österreich
1180 Wien, Herbeckstraße 39
T 43 1 470 70 30 - 5713
M 43 676/83112 813
F 43 1 4704748
E presse@johanniter.at

 


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